Das LandWeinhandelsstadt Traben-Trarbach

Als protestantische Enklave im katholischen Erzbistum Trier kann Traben-Trarbach Mitte des 19. Jahrhundert einen florierenden Weinhandel mit den Glaubensbrüdern in Holland, England, Preußen und auch mit der Reichshauptstadt Berlin aufweisen (der katholischen Bevölkerung war der Handel untersagt). Traben-Trarbach stellte zu dieser Zeit den größten Weinhandelsumschlagsplatz neben Bordeaux dar. 1883 wird Trarben-Trarbach an die Reichsbahn zwischen Trier und Koblenz angeschlossen und damit an die Hauptstrecke Berlin/Metz. Weinkontore und Weingroßhandlungen konnten so in die ganze Welt exportieren. Auch heute ist Traben-Trarbach ein Zentrum des Moselrieslings mit aufstrebenden, innovativen Weingütern.